Ich möchte eine Lanze für all die Katzen brechen, die mir ganz besonders am Herzen liegen:

 

Die Schattenkatzen

 

Jeder Katzenfreund kennt sie. Aber kaum einer sieht sie. Gemeint sind all die Katzen, die in den Tierheimen oder Pflegestellen der Tierschutzvereine unsichtbar ihr Dasein fristen. Versteckt in den hintersten Ecken ihrer Kuschelhöhlen, sobald sich auch nur ein Interessent dem Katzenzimmer nähert. Verdrängt von den vielen süßen Katzenbabys und erwachsenen „Rampensäuen“, die sich schnurrend jedem an den Hals schmeißen.

 All jene Katzen, die oft Schlimmes erlebt und traumatisiert jedes Vertrauen in den Menschen verloren haben und ihren Schutz im Schatten suchen. Aber genau sie haben unsere Hilfe und unsere Liebe am Nötigsten!

Zugegeben, eine Schattenkatze zu adoptieren ist eine Herausforderung und nicht für jeden geeignet. Neben den passenden Lebensumständen, sind eine gehörige Portion Geduld und Fingerspitzengefühl nötig, um sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Dazu jede Menge Verständnis, Toleranz und Offenheit. Denn eine Schattenkatze ist zugleich auch immer eine „Wundertüte“. Was aus ihr mal wird, weiß niemand so ganz genau. Manch eine wird ihre Vergangenheit nie ganz ablegen. Aber oft genug geschehen kleine Wunder und aus ängstlichen Hasenfüßen werden gestandene Katzen-Persönlichkeiten und aus kleinen fauchenden Drachen werden große Kuschel-Monster.

Aber egal, was aus ihnen einmal wird, eins haben sie alle gemeinsam: Jede von ihnen ist einzigartig und etwas besonderes! Und jede von ihnen ist es wert, eine Chance zu bekommen! 

Deswegen meine Bitte: Wenn es euch möglich ist und ihr eine Katze adoptieren möchtet, seht genau hin. Vielleicht auch zwei oder drei mal. Vielleicht ist eure Herzenskatze genau die, von der ihr im Tierheim nur den Schatten sehen könnt.

 

Text: Lucygrafie/Claudia Evers, www.facebook.com/lucygrafie