Die "Wildlinge"

 

Leise streichen sie nachts durch Gärten, über Hinterhöfe, Friedhöfe und Fabrikgelände, stets auf der Suche nach Futter. Manche Menschen nennen sie Wildkatzen, wir nennen sie Wildlinge: Wild geborene und ohne direkten Menschenkontakt aufgewachsene Hauskatzen. Sie leben zwar in der von Menschen gestalteten Umgebung, sind aber sehr scheu und ängstlich und lassen sich nicht anfassen. Wussten Sie, dass es in Deutschland Millionen von freilebenden Katzen gibt? Anders, als in den südeuropäischen Ländern, fallen diese Katzen in Deutschland nicht so auf. Noch nicht!!  Dies wird sich einigen Jahren aber ändern, denn ein großes Problem ist die unkontrollierte Vermehrung der Tiere. Viele Städte, Gemeinden und Tierheime fühlen sich dafür nicht verantwortlich. So sind oft die kleinen Tierschutzvereine, wie auch die Katzennothilfe, gefordert. Trotz der hohen Kosten, die durch die Kastrationsaktionen entstehen, wird sich dem "Problem" angenommen. Schon mit sechs Monaten wird eine Katze geschlechtsreif. Zwei bis drei mal im Jahr kann sie Junge bekommen. Der Nachwuchs ist oft zum Tode verurteilt. Neugeborene Kätzchen erkranken häufig an Katzenschnupfen oder Katzenseuche und gehen unter Qualen zugrunde. Viele werden auch kurz nach der Geburt ertränkt, erschlagen oder in Mülltonnen entsorgt. Diejenigen, die dies Schicksal nicht ereilt, müssen ihr Leben oft als Streuner fristen. Diese Katzen haben oft niemanden, der sich um sie kümmert. Sie haben kein Zuhause, keinen Schutz und finden kaum Futter. Einige Menschen wollen den Wildlingen keinen Lebensraum zugestehen - nicht selten wird verlangt, diese Tiere "wegzubringen" oder an einem anderen Platz wieder auszusetzen, was oft sehr schwierig ist. Die einzige Möglichkeit, dieses Elend einzudämmen, ist die Kastration der Katzen! Hier sind nun die Tierfreunde gefordert, die die Reviere der freilebenden Katzen kennen:  

 

Wenn Sie wissen, wo sich Katzen unkontrolliert vermehren, dann melden Sie es uns, damit wir dort helfen können !! 

 

Mit speziellen Katzenfallen werden die Katzen von uns eingefangen. Sie werden kastriert, medizinisch versorgt und mit einer Ohrkerbe oder einer Tätowierung gekennzeichnet.  Danach setzen wir sie wieder in ihren gewohnten Lebensbereich zurück, wo sie auch mit Futter versorgt werden. Wenn dies nicht möglich ist, dann versuchen wir einen anderen geeigneten Lebensraum zu finden, in dem die Tiere gefahrlos leben können. Die Katzenbabys nehmen wir bei uns auf, in der Hoffnung, dass sie gesunde, muntere Schmusekatzen werden, für die wir dann ein gutes Zuhause suchen. Eine Aufgabe, die viel Zeit, Geld und Katzenerfahrung beansprucht. 

 

Wir appellieren an alle Katzenhalter:

Lassen Sie auch Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren! Sie erleichtern nicht nur Ihrem Tier das Leben, sondern leisten gleichzeitig einen direkten Beitrag zur Bekämpfung des Katzenelends. Überzeugen Sie auch andere Tierhalter von der Notwendigkeit und den Vorteilen einer Kastration. Und wenn Sie schon beim Tierarzt sind, dann lassen Sie Ihr Tier gleich tätowieren oder durch einen Mikrochip kennzeichnen. Im Falle eines Abhandenkommens haben Sie bessere und schnellere Möglichkeiten Ihr Tier zurück zu bekommen. Jeder kann somit seinen eigenen Beitrag zum Tierschutz leisten!

 

Wir brauchen finanzielle Hilfe, um die Katzenflut weiterhin einzudämmen und die Katzen, die von uns aufgenommen und betreut werden, weiterhin optimal zu versorgen!! Wenn Sie auch der Meinung sind, dass man mehr handeln als reden sollte, dann besteht eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten darin, indem Sie die Katzennothilfe finanziell unterstützen!

 

 

  

Achtung! Wir suchen hin  und wieder für Katzen, die nicht in ihren gewohnten Lebensbereich zurück können oder dürfen, neue Plätze! Wenn Sie einen Stall, eine Scheune oder eine andere Unterbringungsmöglichkeit für einen scheuen Wildling haben und einen Mäusefänger suchen, der aber auch von Ihnen mit Futter versorgt wird, dann melden Sie sich bitte bei uns!

 Helfen Sie den Wildlingen !!

       Auch sie haben ein Recht auf Leben !!          

 

              

 

Unterstützen Sie unsere Kastrationsaktionen mit einer Spende oder mit tatkräftiger Hilfe!

 

 Unser Spendenkonto:

 

 Katzennothilfe e.V.

 Konto 302 1987 

 BLZ 207 500 00  

 Sparkasse Harburg-Buxtehude

IBAN DE13 2075 0000 000 3021987

 

 

Für ihre Spende und Unterstützung danken Ihnen all jene Tiere,

denen somit geholfen werden kann !!

 

 

  


In folgenden Orten haben wir Kastrationsaktionen durchgeführt:

2012: Winsen (10), Suerhop (9), Hörsten (2),Tostedt (5), Stelle (8), Wesel (9), Kampen (18), Schierhorn (6), Egestorf (3), Welle (4), Holm-Sepp.(1), Hanstedt (2), Otter (1), Handeloh (1), Tespe (20), Wistedt (3), Elstorf (1), Heidenau (8), Halvesbostel (2), Dohren (1), Neu Wulmstorf (9), Nenndorf (1), Buchholz (2), Egestorf (7), Königsmoor (6), Lindhorst (5), Fallingbostel (4), Bispingen (1), Pflegestellen-Tiere (12 Katzen/3 Hunde)

2013: Sprötze (11), Welle (8), Buchholz (17), Over (2), Tespe (3), Heidenau (3), Tostedt (4), Königsmoor (1), Harmstorf (1), Meckelfeld (6), Wesseloh (12), Suerhop (2), Winsen (5), Vaerlo (12), Kakenstorf (1), Jesteburg (3), Klein-Todtshorn (8), Alvesener Moor (10), Ohlendorf (1), Fallingbostel (9), Hanstedt (9), Ovelgönne (23), Wulfsen (17), Cordshagen (4), Pflegestellen-Tiere (7)

2014: Heidenau (4), Wesel (1), Winsen (15), Meckelfeld (2), Suerhop (4), Hörsten (1), Maschen (1), Garlstorf (8), Vaensen (5), Wistedt (6), Drennhausen (11), Tostedt-Land (2), Tespe (12), Dohren (1), Königsmoor (1),  Pflegestellen-Tiere (10)

2015:

2016:

2017:

 

 

Katzenhütten für die "Streuner"

Wir haben Hütten für Streunerkatzen bauen lassen, damit die Miezen im Winter auch einen geschützten Platz vor Wind und Wetter haben. Wenn wir bei Kastrationsaktionen die Situation vorfinden, dass dort kein Unterschlupf für die Katzen vorhanden ist, dann haben wir jetzt ein paar Häuschen, die wir den Tieren dort zur Verfügung stellen können.

Gebaut haben die Hütten die Jugendlichen von der "Jugendwerkstatt Chancen schaffen". Die Aktion in die Wege geleitet hat ein Mitglied der Katzennothilfe. Und dieses Mitglied hat auch die Materialkosten dafür übernommen. Die Jungs und Mädels von der Jugendwerkstatt dürfen für diese Arbeiten kein Geld verlangen. Man kann da aber Geld spenden. Wir haben dann eine schöne Spende in die Kaffeekasse getan und einen Kuchen gab es als Dankeschön auch noch.

Ein großes Dankeschön auf diesem Wege an die Mitarbeiter und die Jugendlichen der Jugendwerkstatt, einer Mitarbeiterin der Stadt Buchholz für ihr Einsetzen und dem Mitglied unseres Vereins für die Kostenübernahme!!