Das ist die Geschichte von Frodo

Frodo ist ein kleiner Kater, der mittlerweile vermittelt ist. Aber die Geschichte von ihm möchte ich dennoch erzählen, um anderen Katzen und deren Besitzern Mut zu machen.

Frodo kam von einem Campingplatz, wo wir eine Kastrationsaktion durchgeführt hatten. Mir fiel schnell auf, dass der kleine Kerl massive Probleme beim Kotabsetzen hatte. Das wurde erst mal ein paar Tage beobachtet, da ich dachte, dass es vielleicht von der Futterumstellung kam. Es wurde aber nicht besser. Also ab zum Tierarzt. Der Arme bekam einen Einlauf und sollte Rizinusöl schlucken. Boah, das habe ich nur zwei Tage durchgehalten! Das mochte ich dem kleinen Kerl nicht weiter antun. Es wurde auch nicht besser. Immer wenn er auf`s Klo ging und Kot absetzen wollte, fing er fürchterlich an zu schreien, weil der Kot so fest saß und einfach nicht raus kam. Der blieb richtig im Darmausgang hängen, so dass ich immer nachhelfen musste, was dem kleinen Frodo natürlich richtig weh tat. Er fing richtig an, mich zu hassen! Ich bin bei drei Tierärzten gewesen. Keiner konnte wirklich helfen. Bei zweien kam das Einschläfern ins Gespräch. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht so schnell ein Tier einschläfern lasse! Ich kämpfe bis zum Schluss! Warum sollte ich das tun? Frodo war vier Monate jung und qietschvergnügt! Wenn man sein Leiden mal auf Stunden am Tag zusammen gerechnet hat, so kam Folgendes raus: 23 Stunden ein schönes Leben, wie man es von einer Katze in seinem Alter eben kennt, gegen eine Stunde Schmerzen, die er beim Klobenutzen hatte. Ich war der Meinung, dass er damit leben kann. Ich setzte meine Hoffnung auch da hinein, dass er ja noch wächst und seine Beschwerden sich somit auch verwachsen. Und siehe da! So passierte es! Als er größer wurde ließen die Probleme nach und waren dann eines Tages auch ganz weg! Die Entscheidung einfach mal abzuwarten, hatte sich auf jeden Fall gelohnt! Frodo lebt nun in einem Haushalt mit einem anderen Kater zusammen und ist vergnügt und lustig!

 
 
 
 
Das ist die Geschichte von Dori.

Dori war eine Fundkatze. Sie stand eines Tages bei tierfreundlichen Menschen vor der Tür und ging nicht wieder weg. Es war Januar dieses Jahres. Es lag viel Schnee und war kalt. Da die "Finder" einen Hund hatten, der auf Katzen nicht so gut zu sprechen war, konnte Dori dort nicht bleiben. Also wurde das Tierheim angerufen, mit der Bitte die Katze abzuholen. Aber d...ie Leute wurden mit den Worten "füttern Sie die Katze nicht und lassen Sie sie nicht rein, dann verschwindet sie wieder von ganz allein" abgewimmelt. Aufnehmen könnte das Tierheim die Katze auch nicht. Also rief die Frau dann bei uns an. Wir sind hingefahren und haben geguckt, ob die Katze gekennzeichnet ist. Und sie war tätowiert. Wir haben über den Tierarzt, der die Täto vorgenommen hatte und bei Tasso angerufen. Kein Erfolg. Unter dieser Täto-Nummer war ein Kater registriert. Dori (den Namen hatte sie dann von uns bekommen) war aber eindeutig eine Kätzin. Wir kamen also nicht weiter. Der Tierschutzverein aus der Umgebung, wo Dori hergekommen sein musste, setzte sie dann als Fundtier auf ihre Homepage. Kam auch keine Rück-Meldung. Man dazu sagen, dass Dori eine Rintelner Täto-Nummer hatte und in Dohren-Gehege (bei Tostedt) gefunden wurde. Die ganze Zeit, wo wir versuchten den Besitzer ausfindig zu machen, blieb Dori bei den Findern. Sie konnte dort im Keller schlafen und bekam ihr Futter. Der Hund hatte die Zeit Garten-Verbot. Aber das war auf die Dauer kein Zustand für diese absolut schmusige, liebe, anhängliche Katze. Also kam sie dann zu mir. Ich brauchte sie zum Tierarzt und lies einen Bluttest machen. Dabei kam leider heraus, dass die Dori Leukose positiv war. Nun, damit kann sie ja eigentlich auch noch viele Jahre leben. Wir versuchten ein Zuhause zu finden. Aber keiner wollte Dori haben. Nach einem 1/4 Jahr wurde ihr Bauch immer dicker. Die Befürchtung, dass es FIP sein könnte, bewahrheitete sich leider. Warum musste diese süße Maus nun auch noch damit bestraft werden? Ich habe Dori das Leben mit vielen Streicheleinheiten und allen Leckereien, die sie gern mochte, so angenehm wie möglich gemacht. Am 7. Juni 2013 musste ich den schweren Weg gehen und Dori einschläfern lassen. Das ich mit den verheulten Augen überhaupt heil bei der Tierärztin angekommen war... Schon Tage vorher war ich mit den Nerven am Ende. Immer, wenn Dori zu mir auf das Sofa kam, was sie vorher nie tat, kamen mir die Tränen, da ich wußte, dass der Tag X bald kommen würde. Selbst jetzt, wo ich die Geschichte von Dori schreibe, kann ich die Tränen nicht zurück halten. Dori war einfach eine besondere Katze! Auch wenn es unfair anderen Tieren gegenüber ist, aber man hat eben immer wieder Tiere, deren Schicksal einem mehr am Herzen liegen. Es ist einfach ungerecht, dass Dori gehen musste. Sie hätte ein liebes Zuhause, dass ich ihr so nicht geben konnte, verdient! Leb wohl kleine Dori!